# Über das Debütalbum # Über "Flood In The Desert" # Über "See Orion And Say Nothing" # Über "Crack" # Livekritiken
Material für Presse und Veranstalter (hier)
17. Charakter-Pop - Hildesheimer Allgemeine Zeitung, von Frank Wacks (3. Mai 2004)
19. Fetzordie, August 2004 (www.fetzordie.com)
20. Sweetjanemusic, August 2004 (www.sweetjanemusic.de)
21. My Ruin, August 2004 (www.myruin.de)
22. Britpoparsenal, August 2004 (www.britpoparsenal.de)
23. Gaesteliste.de, September 2004 (www.gaesteliste.de)
24. Public (Hildesheimer Stadtmagazin), September 2004
27. Waste Of Mind, Oktober 2004
29. Gitarre und Bass, Januar 2005 (www.gitarreundbass.de)
30. Online Music Zine, Dezember 2004 (www.noize.cc)
14. Uncle Sally's - Nr. 87, Juni 2003
16. Rezension von "Flood In The Desert" auf Nillson.de, von Tobias Mull (16.Juni 2003) - zu Nillson.de (hier)
Über "See Orion And Say Nothing"
6. Vollendete Verwandlung, Peiner Allgemeine Zeitung, von Mathias Begalke (16. Juli 2002)
9. Uncle Sally's Magazine - Oktober 2002
8. Gitarre und Bass - Oktober 2002
18. Zwei Bands in einer - Hildesheimer Allgemeine Zeitung von Frank Wacks (3. Mai 2004)
26. Aggression und Melancholie - Lippische Landeszeitung (Oktober 2004)
1. Nähe und Natürlichkeit von wei (?)
(...) Als letzte Gruppe vor der Pause präsentierte sich das Trio "De Nada", deren Stücke hauptsächlich an Bar-Jazz und etwas an 80er Jahre-Filmmusik erinnerten. Leider schien es, als könnte die Sängerin ihre Stimme noch nicht im vollen Umfang nutzen - ein Problem, das der Sänger des darauf folgenden Duos "Stillen" nicht zu kennen schien. Begleitet von Gitarre und Bass trug er seine englischsprachigen Balladen mit voller Überzeugung und großer vokaler Bandbreite vor. Auch diese Songs waren in eingängigem Liedermacher-Schemata gehalten, ohne allerdings an bereits Gehörtes zu erinnern. (...)
2. Mehr als Kaffee und Zigaretten in der Mühle von Amberger
(...) Das Duo "Stillen" beendet die erste Halbzeit der vierten Singer- und Songwriter-Nacht. Mit Gitarre, Gesang (Tim Meyer) und Bass (Heike Becker) zaubern die beiden verträumte Melodien auf die Bühne, wobei vor allem Meyers Stimme bemerkenswert ist. "Story Of A Man" hat einen echten Ohrwurm-Refrain, die erstklassige Arbeit an den Instrumenten verleiht dem Ganzen den nötigen Groove. Vor der Pause ist die erste Zugabe fällig.
3. Frühlingserwachen - Halmostavas neue Band Taut ist leise und unüberhörbar von Mathias Begalke
Tim Meyer, der gerne hinter seiner musikalischen
Identität Halmostava
verschwinden möchte, um der Musik wegen "den Rest hinter sich zu lassen",
ist nicht nur ein talentierter Singer/Songwriter, sondern auch ein Fan.
Blättert man durch seine fein gemachte Homepage www.halmostava.de, entdeckt
man unter der Rubrik Links, wen er schätzt: Die Diva der Düsternis
PJ Harvey, Dancer in the Dark Björk und die bittersüße Aimee
Mann findet man dort unter den ersten Vier auf seiner Lieblingsmusikerliste,
und man versteht sogleich ein bisschen, weshalb seine Songs so gefühlvoll,
so reich an Melodien und manchmal so abgrundtief sind.
Halmostava, der aus Woltwiesche stammt, inzwischen in Hildesheim lebt und
studiert, mag auch die Turin Brakes aus Manchester, die es unter der Überschrift
"Quiet is the new loud" bis ins Vorprogramm von Travis geschafft haben.
Quiet is the new loud ist inzwischen durch häufiges Wiederholen zu einer
dummen Promotion-Floskel geworden, die vielen Bands nicht gerecht wird, aber
Halmostava ist sicherlich ein Sänger der leisen, melancholischen Lieder,
die gerade dadurch eindringlich - ja geradezu unüberhörbar laut -
erscheinen.
Nach Struggle, wo er mit Tobias Laufer zusammenspielte, Solo-Konzerten und einem
einmaligen Auftritt mit dem Fingers-Sänger Alexander Tsitsigias als Mutations
8 (sie spielten "A Winters Tale" von Genesis) ist Halmostava zurzeit
damit beschäftigt, eine Band zusammenzustellen. Taut, heißt sie,
seit einem Jahr gehört ihr die Hildesheimer Bassistin The H. (Heike Becker)
an, seit einem Monat proben die beiden mit ihrem neuen zweiten Gitarristen Ni:l.
Die Stelle des Schlagzeugers ist ausgeschrieben.
Kürzlich hat Taut unter dem Titel "Crack" eine EP mit fünf
Achtspur- und zwei Liveaufnahmen von einem Auftritt in der Bischofsmühle
in Hildesheim veröffentlicht. "Story of a man", früher hätte
man den Song als Indie-Hit bezeichnet, "Crawl to the heart" und das
von The H. geschriebene "Look" sind neu. Die beiden anderen Songs
"Quicksand over a warm source" und "The earth is dry" sind
zwar bekannt, Halmostava spielte sie schon, als er noch allein unterwegs war,
aber durch diese Aufnahme wissen wir, dass der Musik des sanften Sängers
bisher etwas gefehlt hat, und zwar der melodiöse Bass, der seine herbstlichen
Lieder betupft wie ein fröhlich hüpfender Frühlingsvogel. Konnte
man ihm früher bei seinen Auftritten bisweilen eine von Song zu Song zunehmend
nervende Traurigkeit vorwerfen, so gesellt sich jetzt zu all der
Sehnsucht ein Wassereimer voll Hoffnung dazu. Wir sind gespannt, was passiert,
wenn eine zweite Gitarre und Schlagzeug dabei sind. Vielleicht singt Halmostava
irgendwann sogar Songs für den Sommer.
4. Es begann zu rocken - Taut in der Garage: Satte Gitarre trifft sanfte Songs von Nina Glimski
Nur rund 30 Leute verschlug es am vergangenen Samstagabend
in die Garage, um
der Hildesheimer Formation Taut für eine gute Stunde zu lauschen. Halmostava
(Gesang, Akustikgitarre), hinter dem Pseudonym verbirgt sich der gebürtige
Woltwiescher Tim Meyer, präsentierte zusammen mit Bassistin The H. (Heike
Becker) eine Vielzahl recht melancholisch angehauchter Songs.
Von Anfang an war klar, dass bei den sehr gefühlsbetonten
Eigenkompositionen, die sowohl aus der Feder von Halmostava als auch von The
H. stammen, die meist autobiografischen Texte weit im Vordergrund stehen,
zart untermalt mit Akkustikgitarre und Bass.
Der 23-jährige Musiker verstand es, seine Stimme auf verschiedenste Art
und
Weise einzusetzen, um die mit Metaphern übersäten Texte um Sehnsucht,
Verlangen und Liebe in ihrem jeweiligen Ausdruck zu bekräftigen. Nach einer
guten Dreiviertelstunde stieß Gitarrist Ni:l (25) dazu, um die beiden
Musiker von Taut, die zuvor auf der Bühne ein wenig verloren gewirkt hatten,
von ihrem sich oftmals ähnlichen Singer/Songwriter-Klang auf bis dahin
ungeahnte musikalische Fährten zu lenken. Wie von The H. angekündigt,
begann
es bei Taut auf einmal zu rocken. Es entstand ein satter, in gewisser Weise
funkiger Sound, der der Melancholie von Taut ein ganz anderes, durchaus
überzeugendes Gesicht verlieh.
Das Publikum, das bis zum Dazustoßen von Ni:l zwar auch schon interessiert
den sanften Klängen große Aufmerksamkeit geschenkt hatte, nahm diesen
musikalischen Wandel begeistert auf. Trotzdem mag manchem auf einmal etwas
gefehlt haben: das Schlagzeug. Aber auch dies wird sich demnächst ändern,
denn bereits ab nächster Woche wird ein Drummer die drei unterstützen.
Mit
Sicherheit werden die Songs von Taut dadurch um einiges an Dynamik gewinnen.
5. Melancholische Stille - Hildesheimer Band "Taut" mit ihrem CD-Debüt "Crack" von Ralf Neite
Ganz schön geheimnisvoll: Eine Homepage namens
"Halmostava". Dort zwei Schattenrisse und darunter der Satz: "Taut
wagt die Stille". Es ist eine musikalische Stille. Sie macht sich breit
in luftigen Momenten zwischen den Klängen von akustischer Gitarre, Bass
und Gesang. Zu erleben auf der CD "Crack", einer ersten Audio-Visitenkarte
der jungen Hildesheimer Band "Taut".
Vor anderthalb Jahren gegründet, hat sich das Personal der Gruppe zwischenzeitlich
auf zwei Menschen reduziert: Tim Meyer alias Halmostava, Gitarrist, Sänger
und Songwriter, dazu Heike "The H." Becker am Bass. Die CD dokumentiert
diese Phase der Zweisamkeit, während die Band bereits wieder auf Viererstärke
anwächst.
Fünf beziehungsweise sieben Songs bietet "Crack" (zwei erscheinen
doppelt), alle verbindet eine melancholische Grundhaltung.
Der butterweiche Gesang schmeichelt zu warmen Gitarrenharmonien, der Bass legt
melodiöse, sanfte Linien darunter. Hier ist das Duo ganz in seinem Element:
Der zurückhaltendste Song der Scheibe, "The Earth Is Dry", ist
in seiner scheuen Kargheit zugleich der schönste. Introvertiert und leise,
von ganz unten schleicht er sich heran.
Den mehr groovenden Songs würde man hingegen gönnen, dass sie wirklich
flott sein dürften. "Look" etwa kommt mit einer relaxten Reggae-Gitarre
angeschlendert, aber schon nach der ersten Strophe bricht der Rhythmus ab, um
einem ruhigen Instrumentalteil Platz zu machen und erst danach wieder Fahrt
aufnehmen. Ähnlich ist das angefunkte "Crawl To The Heart" gebaut
- auch hier sind so viele Ideen in den Song gepackt, dass der Fluss verloren
geht.
Die anderen Stücke jedoch sind sehr stimmig - und auch eingängig,
obwohl sie zum Mitsingen kaum einladen. Der Reiz von "Taut" liegt
in der Schönheit der Melodien im Verbund mit dem unaufgeregt-souveränen
Zusammenspiel von Tim Meyer und Heike Becker.
Dass sie niemals kitschig werden wie die erfolgreichen Melancholiker von "Rosenfels"
ist ein großer zusätzlicher Pluspunkt. Weniger zugänglich sind
dagegen die Texte des 23-jährigen Songwriters. "Was hier als Text
zum Ausdruck kommt, hat seine Wurzeln in erlebter Realität", berichtet
Meyer zwar über seine Arbeit.
Ihre Wirkung ist allerdings eher assoziativ-mystifiziert. Oder undurchsichtig.
Öfters taucht etwa das Gegensatzpaar von Wasser und Staub auf, aber was
sagt eine Zeile wie: "The water is water for me"? Die Antwort muss
irgendwo zwischen den Zeilen liegen. In der Stille.
6. Vollendete Verwandlung
von Mathias Begalke
Die Verwandlung ist vollendet. Taut sind jetzt zu viert. Und das ist unüberhörbar
gut.
Nach der noch zu zweit aufgenommen EP "Crack" (erschien im Januar 2002) mit fünf Achtspur- und zwei Liveaufnahmen von einem Auftritt in der Hildesheimer Bischofsmühle, darunter der Indie-Hit "crawl to the heart", liegt nun das Demo "see orion and say nothing" vor. Der Titel stammt aus dem Ani-Di-Franco-Song "Untouchable face", hat keine Bedeutung, ist aber sehr poetisch. Das hinzugekommene behutsame Schlagzeug, gespielt von Tom Zielen, und Daniel Görbings verzerrte elektrische Gitarre, die manchmal in den schönsten Obertönen schwebt, dann wieder scharf schreit, aber immer angemessen zurückhaltend ist, sind eine Bereicherung, betonen die drei neuen beseelten, in einer melancholischen Grundstimmung gehaltenen Songs, die von dem Woltwiescher Sänger und Gitarristen Tim Meyer und der Bassistin Heike Becker stammen. Dass zwei der drei neuen Stücke "Water dry desert", "Without Charms" und "Heat" von Heike Becker mitgeschrieben worden sind, unterstreicht, dass aus dem anfänglichen Ein-Mann-Projekt Halmostava tatsächlich eine Band geworden ist. Und es wird schnell klar, dass diese mehr an einem intimen Zwiegespräch interessiert ist als an einer stadionrockmäßigen Massenabfertigung. Geändert hat sich im Vergleich zu "Crack" nicht nur die Besetzung, sondern auch, dass sich die Bandmitglieder nun nicht mehr mit Pseudonymen tarnen wollen. Halmostava und The H. sind Vergangenheit. Warum? "Eine demokratische Abstimmung", sagt Meyer, als wäre er gerne Halmostava geblieben. Es ist zwar nur ein Zufall, aber die sanfte Stimme des Sängers erinnert an die von Matt Johnson, der Kopf von The The ist und ebenso gern ins Bergwerk der Seele hinabsteigt, um nach Trost und Hoffnung zu schürfen, um ein Lied zu komponieren, das den Durst löscht. Und das ist auch die Stärke von Taut: Die Band wird wohl nie wie Sommer klingen, aber sie gibt Dir das Gefühl, dass es nicht mehr lange dauert, bis es so weit ist.
7. Verdoppelt und belebt - Fleißig wie die Bienen: "Taut" veröffentlicht zweite CD von Ralf Neite
Irgendwann wird vielleicht jemand ein Buch schreiben.
"Eine Band entsteht" wäre der Titel, und im Mittelpunkt stünde
"Taut". Eines der Kapitel könnte "see orion and say nothing"
heißen, frei nach der so benannten zweiten CD. Klassischerweise läuft
das ja so: Eine Band wird gegründet, schließt sich ein Jahr lang
im Proberaum ein, kommt hervor, spielt auf Nachwuchsfestivals und bei allen
möglichen anderen Gelegenheiten. Gewinnt durch die Konzerte langsam Selbstvertrauen
und geht irgendwann ins Studio, um die besten Songs aufzunehmen und in kleiner
Auflage als Platte herauszubringen. Nicht so "Taut". Die produktive
Hildesheimer Gruppe dokumentiert jeden ihrer Entwicklungsschritte, packt ihre
Homepage mit Songs zum Downloaden voll und hat soeben mit "see orion..."
die zweite CD in diesem Jahr veröffentlicht. Anlass ist die Verdopplung
des Bandpersonals. Songwriter, Sänger und Gitarrist Tim Meyer und Bassistin
Heike Becker haben sich Tom Zielen (Schlagzeug) und Daniel Görbing (E-Gitarre)
dazugeholt, um ihr Klangformat zu erweitern - ein notwendiger Schritt, wirkten
doch einige Songs auf der Debüt-CD "Crack" wie für eine
Band geschrieben, aber mangels Masse im Duett eingespielt.
Besonders das Schlagzeug belebt die Stücke spürbar. Tom Zielen gibt
den komplexen Arrangements Tim Meyers mit seinem lebendigen, gefühlvollen
Spiel Struktur und Dynamik. Die E-Gitarre hingegen macht zum Teil den Eindruck,
als wäre sie den Songs erst später aufgepflanzt worden. Dies mag zum
Teil allerdings an dem recht muffigen, unorganischen Sound liegen, in dem sie
abgemischt worden ist.
Sonst sind die drei Stücke auf "see orion..." typisch "Taut":
Vertrackte Kompositionen, die unterschiedlichste Gefühlsebenen durchwandern;
introvertiert-bildhafte Texte ("you are the clouds over iceland");
öfters zu viele Ideen auf zu wenig Raum (besonders im kurzen "Without
Charms") oder zu viele Wörter in zu kurzen Zeilen; Melodien, die sich
erst nach mehrmaligem Hören erschließen.
Mit dem wunderschönen "Heat" endet die CD - wahrscheinlich ist
die nächste schon wieder in der Mache. "Taut" wird seine Fans
auf dem Laufenden halten, so viel steht fest.
8. Gitarre und Bass, Oktober 2002
Das Duo Taut besteht aus Sänger & Akustik-Gitarrist Halmostava alias Tim Meyer und Bassistin The H., die im richtigen Leben Heike Becker heißt. Zu Halmostavas Vorlieben gehören Musiker wie Jeff Buckley, PJ Harvey, Stan Ridgway und Ani DiFranco, Bassistin Heike kommt vom Jazz und nennt als prägende Einflüsse Marc Johnson, Mike Stern und Jeff Berlin. Entsprechend vermischen sich in den Songs von Taut spröde bis schrägere Singer/Songwriter-Atmosphäre und jazzige Bass-Linien. Im Januar 2002 wurde eine erste CD mit sieben Titeln aufgenommen, anschließend spielten die Beiden Auftritte in Hildesheim und Umgebung.
9. Uncle Sally's Magazine, Oktober 2002
Musik: Klingt ja schon besser... Ist der lange Dünne euer Sänger, der sich da aus dem Independent-Rock schraubt? Bisschen Funk, bisschen Gruft, bisschen Melodramatik: Bisschen 4 Punkte. Möpse: Hildesheim is 'ne Uni-Stadt, oder? StudentInnen stehen auf so was... 5 Plenumspistazien! Moneten: Für senkrecht Surfen auf der Okerwelle reichts. 4,5 Punkte. Fazit: Folgt dem Beispiel eures Sängers und taut noch etwas weiter auf!
10. Wann in die Sporthalle? von Ralf Neite
... TAUT "konnten es kaum erwarten, endlich
anzufangen, also legten sie angesichts des außergewöhnlich früh
gefüllten Raums schon vor 22 Uhr los. Hat man im Loretta so etwas schon
einmal erlebt? Im Vergleich zu ihren CD-Aufnahmen präsentierten sich die
Hildesheimer von "Taut" deutlich entschlossener und rockiger. Nicht
nur die Gitarrensounds, sondern zeitweise auch Tim Meyers Stimme wurde durch
den Verzerrer geschickt, und das bekam der an sich recht introvertierten Musik
gut.
Wobei aus Meyers filigranen, atmosphärischen Songs auch live keine gradlinigen
Rocknummern geworden sind. Die Gruppe hat ihre komplexen Arrangements durchaus
nicht vereinfacht, doch werden die Stücke mit mehr Nachdruck und Elan gespielt.
Umso erstaunlicher, als "Taut" erst seit kurzem in dieser Formation
zusammen ist." ...
11. Heftiges Kopfnicken von Cord Radke
Nahm das Publikum den einen Bandnamen zu wörtlich?
"Taut" bedeutet "straff, angespannt". Gemeinsam mit "Remedy"
feierte das Hildesheimer Trio in der gut gefüllten Bischofsmühle CD-Relase.
Das ungleiche Band-Doppel stammt aus der Region. Damit hatten sich die Gemeinsamkeiten
aber auch schon erschöpft, vielleicht abgesehen davon, dass jede Band eine
weibliche Instrumentalistin hatte. Bei "Taut" war es Bassfrau Heike,
bei "Remedy" die neue Drummerin Cathérine.
Mit Anissa Taggatz war bei "Remedy" zusätzlich eine Frontfrau
im Line-Up. Wie "Taut"-Sänger und -Gitarrist Tim Meyer hätte
es auch ihr nicht geschadet, wenn ihre Stimme im Gesamtsound mehr im Vordergrund
gestanden hätte. Denn der Gesang war tragendes Element bei beiden Bands,
bei "Taut" noch mehr als bei "Remedy".
Allerdings versteht sich die junge, seit 2001 existierende Combo mit dem straffen
Namen nicht als "Singer/Songwriter plus Backing Band", sondern als
musikalische Einheit. Großspurige Frontmann-Gesten sind Tim Meyers Sache
ohnehin nicht. Eher introvertiert präsentiert er die Songs mal zur akustischen,
mal zur E-Gitarre. "Ohne viele Worte", sagen "Taut" über
sich, leben sie ihre Musik.
Da wirkte die Zahl "1978" auf dem T-Shirt von Schlagzeuger Tom Zielen
schon fast wie ein Statement. Ihr Credo ist Reduktion. Eigenwillig und mitunter
schräg, aber nie zu sperrig kommen ihre Songs daher. "The Darkest
Hour" etwa klingt ähnlich verschroben wie P.J. Harvey, während
Nummern wie "Crawl to the heart" mit schnittigen Hooklines und tanzbaren
Grooves aufwarten. Doch ein Hildesheimer Publikum zum Tanzen zu bringen, scheint
äußerst schwierig.
(...) Einziger Wermutstropfen dieses Rock-Cocktails war der unausgewogene P.A.-Sound,
der insbesondere "Taut" nicht gerecht wurde. Möglicherweise war
das jedoch clevere Marketingstrategie, um den Zuhörern den perfekten Studiosound
der releasten CDs "Flood in the desert" ("Taut") und "Tomorrow"
("Remedy") schmackhaft zu machen. Devise: Konzert gut? CD besser!
12. Das Leben ist kein Tanzlokal - "Flood in the desert": Sechs neue Songs der talentierten Taut aus Peine und Hildesheim, von Christian Degener
"Das Leben ist kein Tanzlokal“, singt
Tim Meyer, Frontmann der Peine/Hildesheimer Gruppe Taut, in dem Opener "K:
Sea Change“ auf der von der Band kürzlich fertig gestellten EP "Flood
in the Desert“. Eine Zeile, die charakteristisch ist für die eher
melancholische Musik der Band. Schon beim ersten Hören der CD fällt
auf, wie gut die neue Taut-EP produziert ist. Glasklarer Gitarrenklang, reine
Stimme, kein Sound-brei. Die drei von Taut neben dem aus Woltwiesche stammenden
Meyer (Gesang, Gitarre) gehören Heike Becker (Bass) und Tom Zielen (Schlagzeug)
dazu nahmen die CD eine Woche lang im Haus der Jugend - Tonstudio in Hildesheim
auf. Insge-samt arbeiteten sie drei Monate daran.
Der Woltwiescher ist ein talentierter, fleißiger Songschreiber. Gerade
hat er allein ein neues Album mit 12 Stücken aufgenommen. Schreibt er für
Taut nur in Englisch, tex-tete er bei seinem jüngsten Solo-Ausflug auch
in Deutsch. Auch mit Taut hat er nach "Flood in the desert“ bereits
sechs neue Songs nachgelegt. Er ist äußerst kreativ und musikbegeistert,
aber er wirkt auch, als habe er seine Richtung noch nicht genau gefunden. Zu
viele Dinge, so macht es den Anschein, schwirren ihm im Kopf herum.
Taut machen gut akzentuierten Pop-Rock mit einem tollen Sound, an dem nicht
zuletzt Schlagzeuger Zielen einen entscheidenden Anteil hat. „Ich würde
dich gern umarmen unter einem regnerischen Nachthimmel, dich berühren“,
singt Meyer in "Rainy night sky“ sehnsuchtsvoll. Dieser Song offenbart
das kleine Manko der sonst großartigen Band: Meyers helle Stimme ist nur
zu einem gewissen Grad wandlungs-fähig. Sie lässt den Hörer manchmal
unbefriedigt zurück. Dennoch: Taut ist ein viel versprechendes Mini-Album
gelungenen. Das Ziel für die nahe Zukunft? "Viele Kon-zerte geben
und an einem neuen Album arbeiten“, sagt Meyer. Der größte
Wunsch? "Ein Label finden, das unsere Musik herausbringt.“ Das dürfte
ihnen leichter fallen, als so manch anderer Nachwuchsband.
13. Über den Auftritt in der Garage, von Christian Degener
Nur etwa 20 Zuhörer nahmen die Gelegenheit
wahr, sich die Songs der neuen
Taut-EP in der Garage live gespielt anzuhören. Schade, denn sie verpassten
einiges. Die Band legte bei ihrem Konzert in der Garage am Pulverturmwall
gut los und vermochte sich zu steigern. Der rockig-groovige Sound war klasse
und die neuen Stücke wie "K:Sea Change", "Rainy Night Sky"
und "How long ..."
kamen beim Publikum gut an. Höhepunkte: Die beiden letzten Songs des Abends
"Fate" und "Heat". Sie machten Appetit auf mehr.
- Der Text erschien als kleine Bildunterschrift -
14. Uncle Sally's, Nr. 87, Juni 2003
TAUT
flood in the desert
Max oder Bruno? Tschuldigung, das war ein Architektenwitz. 94.3 - rs2-Rediogedudel
mit Bibelanspielung und brennendem Strauch im niedersächsischen Nirvana.
Wir skippen von Song zu Song... Hoffentlich wird der nächste anders: leider
nicht. Musik für independent Familienpicknicker: Ringelpietz mit anfassen.
Heute sind nur Songs mit langen Intros am Start: Keiner kommt mal auf den Punkt
in den ersten zehn Minuten.
Gästevotum: 1/2
15. Wer wird Local Heroe? von Gabriel Nakajima
Es ist wieder soweit, die "örtlichen
Helden" treten gegen einander an, um unter sich auszumachen, wer der Beste
ist. In der ersten Vorausscheidung treffen "Freiflut", "Oka 18"
und "Taut" aufeinander. Das Los entscheidet die Reihenfolge. Und die
ehrenvolle Aufgabe, den Local Heroes Bandcontest 2003 zu eröffnen, fällt
"Taut" zu.
Die drei Studenten gehen musikalisch eigene und mitunter eigenwillige Wege.
Wer ihrer Musik mit gängigen Hörgewohnheiten begegnet, trifft nur
selten auf Vertrautes. Dass Tim Meyer, Sänger und Gitarrist der Band, eine
gewisse Vorliebe für Jeff Buckley hegt, lässt sich erahnen, doch kann
man ihm kaum vorwerfen, selbigen kopieren zu wollen.
Die Bassistin Heike Becker kommt vom Jazz und liefert ebenfalls eigenständige
Ideen. Tom Zielen am Schlagzeug komplettiert das Trio und setzt einen soliden
Groove unter die Songs. Die Stücke vermitteln eine etwas schräge Singer/Songwriteratmosphäre,
was durch den gelegentlichen Einsatz der Akustikgitarre unterstrichen wird.
Mit lässigem Discobeat unterlegt, fällt das dritte Stück des
Abends auf und verbreitet fröhliche Sommerlaune.
Der Anspruch, Normen zu vermeiden, wirkt insbesondere beim Gesang etwas gewaltsam,
und ab und zu würde man sich doch eine schöne Hookline zum Mitsingen
oder Nachpfeifen wünschen. (...)
Trotz sparsamer Show, was man allerdings allen drei Bands bescheinigen muss,
können "Oka 18" schließlich die Jury überzeugen und
damit die erste Vorrunde knapp vor "Taut" für sich entscheiden.
16. Rezension von "flood in the desert" auf Nillson.de, von Tobias Mull - zu Nillson.de (hier)
Taut ist die Band um Singer, Songwriter und Tausendsassa
Tim Meyer, der schon seit einigen Jahren in Peine, Hildesheim und ähnlicher
Provinz seine fragilen, spröden und leidenschaftlichen Songs einem kleinen
Publikum entgegenbrachte. Oder es zumindest versuchte. So erinnere ich mich
z.B. an seine höflich bestimmte Zurechtweisung einiger unentwegt quatschender
Zuschauer: “Es tut mir leid, dass ich noch nicht fertig bin”. Manche
hielten es für arrogant. Ich hielt es für genau die richtige Reaktion
eines Künstlers, der sich gerade voller Hingabe vor dem Publikum seelisch
entblößte. Und nun also mit Band. Genauer gesagt mit Heike Becker
am Baß und Tom Zielen am Schlagzeug.
‘Flood in the desert’ ist nach der EP ‘Crack’ (2002)
und dem Demo ‘See orion and say noting’ dabei die dritte Veröffentlichung
des (hier um einen Gitarristen erweiterten) Trios. 6 Songs voller Leidenschaft,
großer Gefühle und kleiner Melodien, die bei weitem nicht so traurig
und schmerzhaft sind, wie Tims frühere Sachen. Klingt alles etwas lockerer.
Und bei Klaus Wowereit, das ist auch gut so. Die Instrumentierung (meist nur
Stimme, Gitarren, Baß und Schlagzeug) ist dabei einfach (geblieben), die
Arrangements sind gleichzeitig relativ komplex. Letzteres läßt sich
vielleicht aufs Tims Vorliebe für Progrock Bands wie Tool oder auch Dredg
zurückführen. Aber Rock findet sich hier nicht. Schönklang herrscht
vor. Ich sage mal: Sommerbreeze Pop mit Knoten. Oder: Turin Brakes mit Fusion
Einschlag. Auch Lloyd Cole kommt mir in den Sinn. Jazziger Folkpop mit kalifornischem
Funkpfeffer. Oh Gott. Jetzt aber genug musikexpresseskes Referenzgewitter. Es
sind einfach Songs, die Tim mit klarer und schöner Stimme singt. Und man
merkt, dass er Polly Harvey liebt, hat er doch einen ähnlichen Zugang zum
Gesang. Ehrlich und doch Show. Emotional aber auch Theater. Die Intimität,
von der im Info die Rede ist, schwingt in diesem Spannungsfeld zwar immer mit,
tritt jedoch nie albern und klebrig in den Vordergrund. Schwer das.
Nach diesem überzeugenden Demo darf man auf die weiteren Schritte gespannt
sein. Das Info spricht von neuen Songs, neuen Freiheiten. Und Tim tritt nun
auch unter seinem eigenen Namen wieder in Erscheinung. Erstmals mit deutschen
Texten. Mehr dazu demnächst hier. Ach, und Tim. Schmeiss die Gitarrensoli
raus.
17. Charakter-Pop, von Frank Wacks
Passt gut in den jungen Frühling, was "Taut"
gemacht haben. Das erste richtige "Album" nach mehreren kleineren
Veröffentlichungen klingt gut, sauber und ausgefeilt, glatt, geschmeidig,
radiotauglich sogar. Und hat Charakter. Zwölf Stücke. Gefühlsechter
Gitarrenpop mit englischen Texten. Ein klares Picking auf der Western-Gitarre
eröffnet den Reigen. Tim Meyers ausdrucksvolle Stimme trägt die Emotionen
vom entspannt-sommerlichen Cabrio-Gefühl bei "Strange Things"
bis zum schmerzerfüllten Schrei bei "My House". Was zunächst
wie aus einem Guss erscheint, nimmt beim wiederholten Hören - was nur empfohlen
werden kann - mehr Kontur an. Zu Anfang überraschen elegante Streichersätze,
die sich aus dem Gitarrenkrach herausschälen. "Beatles"-Lebhaftigkeit
und "Muse"-Gitarrengebäude. Zum Ende der CD etwas mehr Biss und
Finsterkeit. Das Up-Tempo bei "Door", in dem ein Latin-Puls den Indie-Rock
verfremdet, tut gut. Ruhig und tief "Sweetest Drunk"; ein echter Höhepunkt
der Platte und des Hildesheimer Song-Geschehens überhaupt. Mischer Lupo
experimentiert mit Verzerrern und Filtern in der Bearbeitung von Schlagzeug
und Stimme. Die Songs erlauben das, aber das ist Geschmackssache.
Textlich ist viel Trauer drin. Ihr Duft ist noch im Bett, Tränen, und der
Halbsatz, dass, wenn es nicht Liebe ist, es eine Bombe sein wird ... "Die
uns zusammen bringt?", möchte man fragen. So sangen zumindest "The
Smiths" Mitte der 80er.
18. Zwei Bands in einer, von Frank Wacks
"Taut" stellen neue CD in der Kulturfabrik vor
In einer Pommesbude zu essen, kann manchmal ganz
nett sein. Bloß: Entweder man wird nicht satt, oder man merkt erst am
wachsenden Ekel, dass es eigentlich genügt. Ganz anders ist es, wenn man
von Freunden eingeladen wird, die sich Mühe geben, einen besonderen Abend
zu zaubern. Das haben "Taut" in der Kulturfabrik getan. Auf musikalischer
Ebene. Zur Veröffentlichung ihrer neuen CD haben sie eingeladen. Es wurde
ein wirklich erlesenes Konzert. Sänger und Gitarrist Tim Meyer steht im
Mittelpunkt des Geschehens, ohne dass Schlagzeuger Tom Zielen und Bassistin
Heike Becker an Charakter verlieren würden.
Es ist eine gut eingespielte Band. Obwohl sie sich im Verlauf des Konzerts verändert.
Die sympathische Bassistin Heike Becker nimmt ihren Abschied. Die ersten vier
Songs spielt sie mit.
Eingängig und doch leicht ungewöhnlich "Tauts" Gitarren-Pop.
Immer wieder die schlichte, poetische Schönheit der Lieder. Meyer kostet
die Emotionen der Songs in seinem klaren, tänzerischen Gesang aus. Er ist
so sicher und selbstverständlich in der Musik, dass erst gar kein Eis auftaucht,
das gebrochen werden müsste. Die Band verabschiedet sich von Becker. Eine
Pause.
Neuer Auftritt in schwarzem Hemd und braunem Anzug. Mit dem neuen Bassisten
Wena. Und dann das Unglaubliche: Es entsteht gar kein Bruch! Wena spielt mit,
als habe er die letzten zwei Jahre nichts anderes getan. Die englische Indie-Pop-Spur
wird beibehalten. Es kommt mal ein Disco-Beat dazu, mal ein Latin-Groove oder
ein Shuffle-Feeling. Das Schlagzeug bringt gleichermaßen Farbe und Rückgrat
in den Sound. Doch es immer ist ein Teil des Ganzen.
Und - wie immer, wenn etwas gut ist - freut man sich dann über gelungene
Einzelaspekte erst richtig. Davon gibt es noch mehr im Lauf der Show. Denn einige
der Gäste tragen ihre Spezialität bei "zum Büffet".
Ein Background-Chor, ein Trompeter, bemerkenswert auch Mischer Lupo, der vom
Pult aus zugleich für einen vollen ausgewogenen Sound sorgt, ansprechende
Lichtstimmungen setzt und bei manchen Stücken eine zweite Gesangsstimme
beisteuert.
Nicht nur die mitreißenden Stücke wie "Door" oder "Last
Laugh" gelingen, auch die ruhigen Stücke gehen unter die Haut. Sehr
schön "Sweetest Drunk" und "My House".
Aufmerksamkeit und Liebe zum Detail sind die Amme der Kunst, heißt es
in Kreativ-Kreisen. "Taut" zeigt, was dabei für ein intensives
Konzert entstehen kann. Nach dem man innerlich nicht nach Pommesfett riecht.
Seit drei Jahren produziert TAUT ihre Musik in der niedersächsischen Provinz und legen nun endlich mit dem selbstbetitelten Album ihr Debüt vor. Nach 2 Demos und einer EP sind sie nun mit "Taut" erwachsen geworden. Geschlossen und doch stilistisch äußerst wandlungsfähig zeigt sich die Band in den elf Songs. Mal voll zarter aber doch dunkler Süße ("sweetest drunk"), mal stampfend und hart ("shadow of a shadow") oder mit hymnischen Hitcharakter ("unspoken and tired"). Bei den Aufnahmen wurde das Trio von befreundeten Musikern unterstützt, die Streicher, Flügelhorn, Trompete, Bassklarinette und Backgroundchöre beisteuerten. Die Band schreibt Lieder fürs Herz mit sehr viel Gefühl, Melodie und Harmonie. Die Texte sind, wie sollte es auch anders sein, vollgepackt mit versteckten Liebesbotschaften und gehen unter die Haut. Dennoch wirken TAUT nicht weinerlich sondern sehr sonnig und leidenschaftlich und setzen sich so doch recht schnell in den Gehörgängen fest. Wer diesen Sommer etwas abschalten und träumen möchte, der ist mit "Taut" mit Sicherheit bestens bedient.
Zur Webseite von Fetzordie
20. Sweetjanemusic.de, von Stefan Kersten
Auf dem Cover von Taut’s Debut-Album brennen Zäune und Schafe, gebettet in ruhige Bilder von weitem grauen Himmel und friedlichen grünen Wiesen. Eine schöne Assoziation, die perfekt zu dem relaxten Indierock der Band passt, der sich immer wieder kleine Sticheleinen erlaubt. Drei Jahre hat man in der niedersächsischen Provinz an diesem Album gebastelt und das Ergebnis klingt sehr versiert. Schräge Gitarrenklänge treffen auf zarte Melodien, leicht vertrackte Rhythmen auf Streicher, Klarinette und Backgroundchöre. Auch wenn das Info meint, Namedropping würde hier stören, versuchen wir es mal. Beim Opener „unspoken and tired“ und dem nachfolgenden „are you here“ denke ich an britische Bands wie TRAVIS oder eine verschrobenere Version von COLDPLAY. „Strange things“ oder „cowboy“ kommen mit der leicht melancholischen aber sommerlichen Popfrische eines LLOYD COLE daher. Die späteren Songs werden zunehmend schräger und rockiger („shade of a shadow“) und erfordern ein wenig mehr Anstrengung Seitens des Hörers. Postrock, PJ HARVEY, RADIOHEAD, DREDG vielleicht. Über diese Art von Namedropping muss man sich ja nun wirklich nicht beschweren. Gut produziert ist das Ganze auch. Ein anständiges Stück Indie-Pop-Rock das uns Taut hier vorlegen.
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Zweite Veröffentlichung auf Kleine Heimat aus Hildesheim: Wiederum spielt hier Tim Meyer - drachenmädchen berichtete über sein Solo-Album - (Akustik-)Gitarre und singt, aber in fester Trio-Bandbesetzung und mit englischen Texten. Es sind viele Gastinstrumente eingebunden und das Layout mit den brennenden Schafen ist ein Knaller. Gefällt mir gut! Spröde, beschwingt, auf jeden Fall echt und in gutem Klang. Hat was von Karate manchmal, hätte mir aber auf deutsch noch besser gefallen, glaub ich. Herrlich sonntags morgens beim (alleine) frühstücken.
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22. Britpoparsenal.de, von Toni
Taut, das sind Sänger und Gitarrist Tim Meyer, Drummer Tom Zielen und Bassist wena aus Hildesheim. Nach zwei veröffentlichten Demos und der EP „Flood In The Dessert“ erscheint nun das selbst betitelte Debütalbum des niedersächsischen Trios. Das Ergebnis kann sich durchaus sehen lassen. Vor allem die Flexibilität der 11 Songs wird dem Betrachter sofort auffallen. Nicht verwunderlich, wenn man bedenkt, dass viele Freunde der Band in etlichen Tracks zu ihren Instrumenten wie Violinen, Cellos, Trompete usw. griffen, um ihnen den letzten Schliff zu verpassen. Anspielen sollte man auf jeden Fall den Opener „Unspoken And Tired“, der ein bisschen – man möge es mir verzeihen – an die Stereophonics erinnert. Bestellen kann man das gute Stück auf der Webseite der Band.
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23. Gaesteliste.de, von Annette Kessen
Klassischer Indie-Rock, wie schön. Noise-Gitarren, Pop-Melodien und US-College-Gesang: Taut aus Hildesheim bringen es auf den Punkt und bleiben doch flexibel, was ihre Songs betrifft. Nach ersten Takten denkt man an die frühen Karate, als diese noch nicht vom Jazz beeinflusst wurden. Kommt die Stimme von Tim Meyer dazu, meint man Ted Leo und seine Band Chisel zu hören. Und spätestens mit dem vierten Stück "Strange Things" erwacht die Erinnerung an den alten Haudegen Spookey Ruben. Dazwischen immer wieder Gitarrenwände oder luftig leichte Arrangements, schräge Verzerrung oder epische Verzierung. Die Unterstützung durch Streicher, Bläser und Chorgesang ist ein netter Bonus, doch im Grunde zeichnet die puristische Dreierbesetzung das gleichnamige Debütalbum von Taut so großartig ehrlich und überzeugend. Das Trio spielt den Radio 4-Rhythmus genauso gern wie Chavez-Geschrammel; liebt Balladen im Stil von Bright Eyes; und selbst Akustikgitarren und treibender Disco-Beat sind hier keine Gegensätze mehr, ebenso wenig wie Brit Pop-Anleihen und Latin-Groove im Up-Tempo. Also ehrlich, lange keine Veröffentlichung mehr gehört mit dermaßen vielen Assoziationen von herausragenden Bands und Stilen. Damit liefern Taut ein gleichnamiges Debüt ab, das schon jetzt einen würdigen Nachfolger verdient hat. Und bis dahin werden bitte endlich mal wieder die fast vergessenen Indie-Rock-Platten aus der Ecke gekramt.
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24. Public (Hildesheimer Stadtmagazin), von Marc-André Weibezahn
In Flammen stehende Schafe zieren das Booklet der CD. Was immer die drei Hildesheimer Musiker damit ausdrücken wollen – dass etwas brennt, hört man fast allen Songs an. Elf auf den Punkt komponierte Lieder, teils mit leidenschaftlichen Ausbrüchen, die meisten mit einem kleinen Widerhaken versehen, der sich im Hirn des Hörers verfängt.
25. Im Schein der Leselampe - Das sehr tröstliche erste Album: Harmoniewechsel bei Taut, von Mathias Begalke
Tim Meyer will nicht auf einen Beziehungsverarbeitungsmusiker
reduziert werden. Er will auch nicht über Liebe sprechen, wenn seine Aussagen
für ein Zeitungsinterview aufgeschrieben werden. Doch Liebe ist SEIN Thema:
All seine Songs handeln vom Verlieben, Lieben, Entlieben. Meist Entlieben. Tim
Meyer, der aus Woltwiesche stammende Frontmann der Hildesheimer Rockband Taut,
hat uns schon zuviel über die Liebe berichtet, als dass er aus dieser Nummer
noch herauskommt. Er sollte sich nicht so zieren, schließlich ist sein
Lieblingsthema auch unser Lieblingsthema, unser Motor, der Motor der Welt. Über
Liebe können wir gar nicht genug erfahren. Und wie er in "Fate“,
dem Schlüsselsong auf dem jetzt erschienenen ersten Taut-Album, singt:
"Our fate is an endless search“, die Suche nach jemandem ist unser
Schicksal. "We only do the evolution“. So tröstliche Songs,
wie auf dieser Platte, haben wir von dem 26-jährigen Liebeskummermann und
seiner Band bisher noch nicht gehört.
Das schlicht "Taut“ betitelte Album folgt den beiden EPs "See
orion and say nothing“ (Juli 2002) und "Flood in the desert“
(Juni 2003). Behauptete Meyer auf "Flood“ mit schwerem, schwarzem
Herzen noch, das Leben sei kein Tanzlokal, so ist seine Sicht der Dinge inzwischen
eher bittersüß. Ein leichter Harmoniewechsel, so wie am Ende des
erhebenden "Strange Things“. Meyer hat also eine Leselampe angeknipst
im dunklen Verlies, es wird sogar getanzt. Geschwoft, besser gesagt. Ein Hüpfen
ist es (noch) nicht. Irgendwie entsteht der Eindruck: Die Band muss ein bisschen
verliebt sein. Zumindest haben Meyer, Tom Zielen (Schlagzeug) und der neue Bassist
wena eingesehen, dass man keine Wahl hat: "If it isn’t love, it gonna
be a bomb“ ("My House“). Meyer will sagen: Nach Schnupfen folgt
auch wieder kein Schnupfen. Herz schlägt, Herz zerfetzt. Im Augenblick
schlägt es.
Meyer hat seinen Gesang auch von der Lautstärke her zurückgedreht,
seine Stimme ist weniger weinerlich, weniger wichtig; und das tut der Musik
gut. Zwar schwingt immer noch eine leichte Anspannung mit (vielleicht bedingt
durch das Streben des Frontmanns nach perfekten Popsongs), aber es ist eine
Schwere ohne Selbstmitleid.
Überhaupt, diese Musik ist geküsst: von Element of Crime-Romantik
("Unspoken and tired”) und P.J. Harvey-Soul ("Shade of a shadow”,
"My House”). Violine, Cello, Bassklarinette, Trompete, Flügelhorn,
wuchtige, verzerrte Gitarren (aber immer schön sanft), Tom Zielens feinsinniges
Schlagzeug. Wie Tindersticks, Lambchop, Wilco die berühmten leisen lauten
Bands unserer Zeit gibt sich auch Taut viel Mühe, die richtigen Instrumente
im richtigen Augenblick zu benutzen.
Taut wird häufig mit Bands verglichen, die Meyer, Zielen, wena entweder
nicht kennen oder gar nicht gut finden. Die vielen Assoziationen machten ihn
glücklich, sagt der Sänger und Songschreiber, der vor gar nicht allzu
langer Zeit drauf und dran war, alles hinzuschmeißen, weil Taut viel zu
selten für Konzerte gebucht werden, weil es schwierig ist, als englisch
singende deutsche Band an Auftritte zu kommen. Da geht es Tim Meyer nicht anders,
als seinem großen Bruder Helge und dessen früherer Gruppe Concrete
Underpass. Taut brauchen einen langen Atem. Ein Teil von Meyers Durchhaltetaktik
ist deshalb, sich das Beispiel Schrottgrenze vor Augen zu führen. Die Peiner
Rockband hat es jetzt nach zehn Jahren trotziger Indieband-Behaarlichkeit bis
ins Vorprogramm von „Wir sind Helden“ geschafft. Also Taut: lässig
weiteratmen. We only do the evolution!
26. Aggression und Melancholie
Zwei grundverschiedene Rockbands in der Alten
Pauline
Detmold (rj). Gleich zwei Wünsche auf einmal erfüllt zu bekommen -
das geht nicht? In der "Alten Pauline" klappte das, denn zwei interessante
Bands an einem Abend begeisterten mit ihrer Musik. Am Samstag gab es mit "Taut"
und "Gries" zweimal Rock an der Bielefelder Straße - und doch
zweimal grundverschiedene Musik. "Taut" - das ist entspannter Indierock,
zum Abschalten und Träumen. Die drei Musiker, Tim Meyer (Gesang und Gitarre),
Tom Zielen (Schlagzeug) und Wena (Bass) drängen sich nicht auf, streben
nicht in den Vordergrund, schalten sich nicht gegenseitig aus. Sondern sie entwickeln
gemeinsam eine ganz eigene Harmonie, ein Klangerlebnis, das sich "schnell
in den Gehörgängen fest setzt", wie es heißt. "Taut"
aus Hildesheim hat gerade die erste Platte aufgenommen, und vielleicht war an
diesem Samstagabend ein aufgehender Stern am Rockhimmel in Detmold zu Gast.
Denn nicht nur die Musik hat es in sich, auch die Texte Meyers: Er hat mancherlei
Bilder parat, Wüste und Dunkelheit treffen sich darin, um mit der Musik
zu einem klanglichen Licht zu werden. (...)
27. Waste Of Mind, von Dirk Modrok
Ruhig gespielter Klassischer Indierock aus Hildesheim. Taut sind drei Musiker, die wissen wie man Leidenschaft, Dunkelheit und dennoch Fröhlichkeit vereint. Die 11 Songs auf der CD kommen alle sehr jazzig rüber und werden durch zweistimmigen Gesang bei dem sich Mann & Frau abwechseln bzw. zusammen singen noch etwas verfeinert und klingen deswegen sehr einladend & warm. Kein Song ähnelt dem anderen und ich bin mir sicher das jeder Indierock Freund sich sofort in diese Platte verlieben wird. Schade das Bands wie Taut es wenn überhaupt nur selten in die "Erste Liga" schaffen. Aber die Leute wollen ja meist eher schnell verdaulich Songs im TV oder Radio sehen / hören in die man sich nicht reinhören muss sondern sofort mitsingen kann. Naja.. meine Stimme habt ihr!
Wertung: 7/10
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28. Fragiler Triphop, psychedelische Klangtürme, von Chris
Neupopfestival im Vier Linden / „Museum“, „taut“, „Minikamoo“ und „Weld“ bringen Sounds jenseits aller Schubladen
Das Neupopfestival im Vier Linden hat sich zum
Ziel gesetzt, Bands zu präsentieren, die ansonsten in Hildesheim eher rar
sind, und sich nicht so einfach in irgendwelche Schubladen pressen lassen. Mit
„Weld“, „Minikamoo“ und „Museum“ sind es
dann auch nicht gerade altbekannte Hildesheimer Bands, die das Vier Linden rocken.
Lediglich „taut“ dürfte den meisten popbegeisterten Hildesheimern
inzwischen ein Begriff sein. (...)
Weiter geht es mit „taut“, die nun als Trio agieren. Das Vier Linden
ist inzwischen ganz gut besetzt, auf die Tanzfläche scheint sich aber niemand
trauen zu wollen. In Anzügen bekleidet betreten die drei Musiker die Bühne,
legen sofort ohne Ansatz los. Sie sind gut aufeinander eingespielt; man hört
und sieht Tim Meyer & Co die wachsende Liveerfahrung einfach an.
Die Lieder von „taut“ sind nicht unbedingt von Ohrwurmmelodien geprägt,
dafür von viel Abwechslungsreichtum. Dabei sind die Songs alle kurz, knackig
und zu Ende, bevor sie langweilig werden können. Obwohl „taut“
ohne Zweifel eine gute Band ist, möchte das Publikum scheinbar keine Zugabe
hören.(...)

Foto: Gossmann
Ein gediegenes CD-Cover, ein Bandfoto mit drei jungen Herren in braunen Anzügen, dazu eine Postkarte, die ein brennendes Schaf zeigt – das macht neugierig: Und auch die Musik stimmt! Taut aus Hildesheim spielen in der Minimal-Besetzung – Gitarre, Bass, Schlagzeug – intelligente Pop-Musik. Gerade in der Beschränkung haben die Musiker wohl ihre Chance gesehen, das Wesentliche herauszustellen. Taut pendeln, zwischen warmen, eingängigen Harmonien und überraschenden schrägeren Parts. Placebo, Coldplay, späte Talk Talk – in dieser Richtung gibt’s hier einiges zu entdecken. Und: Taut sind verdammt cool. Background-Chöre, Gastmusiker an klassischen Instrumenten wie Cello, Bassklarinete und Vibraphon weden hier passend integriert, und alles hat das Flair des Besonderen, Außergewöhnlichen, Individuellen. Sehr schön und irgendwie verschroben. Gut gemacht!
30. Online Music Zine - Noize.cc von Oliver Lichtl
Melancholie und Stärke bauen oft gute Indie-Gefährte, in denen man gerne sitzt. Extrem hohe PS-Zahl beim Modell aus dem Hause TAUT! "TAUT aus Hildesheim greifen ans Herz, pressen Tränen aus den Augenwinkeln von Hartgesottenen und bringen selbst Angewurzelte zum Mitbeben!" So spricht das Bandinfo, und tatsächlich: nach dem Hören ihres selbstbetitelten Albums kann man sich das durchaus vorstellen. Mitreißende Gitarren und leidenschaftlicher Gesang paaren sich mit treffsicheren Melodien und spannenden Arrangements, die auch vor Streicherklängen nicht Halt machen - zuweilen kommen gar Muse-artige Gefühlswallungen auf. Sowohl die Stimme des Hauptsängers Tim als auch die seiner diversen Mitsängerinnen können sich mehr als sehen lassen und formen gemeinsam beeindruckende Harmonien. Von kantig bis hin zu anschmiegsam werden hier einige Stimmungsfelder abgegrast, wobei die rockigeren Songs etwas positver auffallen als die folkigeren Sachen. Alles wird jedoch interessant gehalten durch einfallsreiche Instrumentierung, in der neben oben genannten Streichern auch Bläser vertreten sind. Eine sehr gute und stimmungsvolle Produktion (Drumsound!) und schönes Artwork runden dieses gute Album ab. Veröffentlicht wird diese Platte von Kleine Heimat, auf deren Bands man auch in Zukunft ein Auge haben sollte. Tipp für Muse-Fans der ersten Stunde!
Pressematerialien (Stand: August 2004 - aktuelle Pressestimmen und Infos hier auf der Webseite)
Pressemappe als Zip-Ordner (Fotos, Albuminfo, Bandinfo, Bandbiographie - alles als Word- und PDF-Dokument - Stageplan und das komplette Booklet)
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CD Cover TAUT
# komplettes Booklet anschauen - hier #
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Bandbiographie (Anklicken, dann öffnet sich die Datei in einem neuen Fenster oder "Rechte Maustaste, Ziel speichern unter ...")
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Für Veranstalter
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