Tagebuch
24.
Februar 2005
Hildesheim:
Es kommt vielleicht etwas unvermittelt, aber wir haben uns heute aufgelöst.
Ich mag jetzt auch gar nicht mit irgendwelchen Schwurbeleien (musikalische
Differenzen, interne Gründe, etc.) anfangen. Es liegt einfach an mir.
Mir fehlt momentan die Kraft und Leidenschaft für die Band. Gründe
weswegen ich einmal mit dem Musik machen angefangen hatte. Um Kraft zu kanalisieren
und Leidenschaft auszuleben. Aber warum auch immer, ich habe seit langem den
Druck auf mich immer weiter selber erhöht und jetzt halte ich ihm nicht
mehr Stand.
Nicht zuletzt möchte ich Dir, der Du unsere Musik magst, zu unseren Konzerten
gekommen bist, die CD gekauft hast, ehrlich gegenüber sein. Und ich weiß,
dass ich das auf der Bühne zu der jetzigen Zeit nicht sein könnte.
Und ich möchte mich hier noch einmal bei Tom und wena entschuldigen.
Sie wussten um meine Sorgen, aber ich habe sie heute mit der Entscheidung
sichtlich überfallen. Ihr seid tolle Musiker und ich freue mich sehr,
mit euch zusammengespielt zu haben.
Ja, so schließt sich nun dieser Vorhang und vielleicht geht irgendwann
wieder ein anderer auf. Tom und wena wünsche ich, bald etwas Neues zu
finden und in einigen Jahreszeiten werde ich sicherlich auch wieder Musik
machen.
Nächste Woche wird es noch vier neue Songs von unserem neuen Demo geben. Ein kleines Abschiedsgeschenk.
Vielen Dank fürs Zuhören.
Tim
28.01.-30.01.05
tonstudio boomshop in braunschweig:
endlich haben wir unseren gutschein für eine cd-produktion eingelöst:
am vergangenen wochenende versammelten wir uns im tonstudio
boomshop in braunschweig. markus schmidt, das studio mastermind, empfing
uns schon hochmotiviert in der nacht zum freitag als wir unseren kram von
der schüssel vorbeibrachten. am nachmittag ging es dann richtig los.
tom und ich haben unseren spuren parallel aufgenommen, das heißt, meine
bassanlage steckte in einer schalldichten kabine und ich stand mit tom im
selben raum. tim gab uns die pilotspuren aus dem nebenraum. so war es ein
angenehmes einspielen ohne nervositätsfaktor. im verlauf der weiteren
tage wechselten wir uns dann immer mit tim ab, damit jeder mal dran war. wobei
tim natürlich wiedereinmal die meiste arbeit hatte:pro song mind. 3 gitarren
und unzählige gesangsstimmen. puh. der sound war von anfang an sehr gut.
markus hat ein feines gehör und gespür für unsere musik. wir
waren recht schnell begeistert von den puren aufnahmen. nun warten wir ungeduldig
die ersten abmischungen ab, damit es insgesamt schön cremig wird. also
gibt es schon in naher zukunft mehr infos zu diesen neuen, wunderschönen
songs aus dem hause taut... schon mal ein dickes dankeschön an markus
für seine geduld, seinen job und seine visionen.
wena
27.01.05
schüsseln in braunschweig:
akustisch wurde es an diesem abend. transparenz und leichtigkeit trafen
ein aufmerksames publikum. alles fühlte sich gut an auf der bühne.
es war entspannt und machte einen spaß. danke, wie immer, an adel
für die werbung und das tolle essen. danke auch für die zahlreichen
spenden und die uns entgegengebrachte wärme. da kommen wir gerne
wieder. nur jaqueline haben wir vermißt...
wena
12.01.2005
braunschweig, meier music hall:
ich persönlich selbst möchte mich hier öffentlich in aller
form für meine form in braunschweig entschuldigen. nicht das da irgendeine
absicht hinter gesteckt hätte. so ist es ja nicht. ich hätte
es ja gekonnt. das ist ja das problem. wenn ich vorher nicht geübt
hätte und es nicht drauf gehabt hätte – ja dann...aber
nein, so war es ja nicht. ich habe ja geübt. und ich konnt es ja.
ich konnt es ja. habe ja geübt. darum geht es doch. wenn ich jetzt
gesagt hätte: komm, ist egal, machstes halt mal irgendwie so. wird
schon klappen. ja, dann hätt ich mich ja jetzt nicht entschuldigen
brauchen. dann wäre es ja absicht gewesen. war es aber nicht. eben
nicht. es war ja gar keine absicht. das wollte ich ja so gar nicht. das
ist es ja. ich hätts ja machen können. kein problem. hab ich
doch vorher auch schon gemacht. ging doch auch. da ging es doch auch.
aber diesmal - das wußte ich doch vorher nicht. ich war doch selber
überrascht. und ich hätte es ja gekonnt. das wäre überhaupt
gar kein problem gewesen. gar keins. das ist ja das ganze dilemma. aber
ich will hier auch nicht lang drumrum reden: es war zu dunkel. ich hab
falsch gespielt. es tut mir leid.
wena
Kommentar:
Der liebe wena übertreibt natürlich maßlos. Und was sollen denn die Plattenmagnaten denken? Die reißen sich um uns, ziehen die neuen Hits halbgar aus dem Proberaum und wir können nicht im Dunkeln spielen.
Tim
31.12.2004
Ein ereignisreiches Jahr für TAUT geht zu Ende, wahrscheinlich das bisher
ereignisreichste überhaupt. Anfang des Jahres stellen wir das Album fertig,
dann kommt wena für Heike in die Band. Im April das super Release-Konzert
in
der KuFa (an dieser Stelle noch mal Tausend Dank an alle, die irgendwie an
der ganzen Geschichte beteiligt waren, besonders Lupo!) Nach Mastering und
Artworkgestaltung folgt im Juli endlich die Veröffentlichung - unvergessen
Tim's Anruf: "Ey Tom, komm vorbei, die CD's sind da!" Mit pochendem
Herzen
in Windeseile auf dem Rad zu Tim, dort empfängt mich ein Riesenstapel
Kartons in Tim's engem Wohnungsflur, gefüllt mit 500 glitzernden,
plastikverschweißten, richtigen ersten CD's!!!
Die Resonanz in Print und Internet ist durchweg positiv bis begeistert,
überall sehen wir uns selbst auf den KulturPur-Covern. In Hamburg und
Hildesheim laufen wir im Radio. Neben Auftritten in Hildesheim, Braunschweig
und Göttingen spielen wir zum ersten Mal außerhalb Niedersachens,
und zwar
in Detmold (NRW) und Hamburg. In Braunschweig gewinnen wir endlich mal etwas
bei einem Wettbewerb: die Produktion einer neuen CD. Ende des Jahre werden
wir sogar akademisch beleuchtet: Juniorprofessor Porombka feiert uns in
seiner Weihnachts-Special-Vorlesung, wir rocken um 12 Uhr mittags vor 200
sitzenden Studenten im Hörsaal und kommen gut an. Hinterher verkaufen
wir
immerhin 9 CDs und geben Autogramme. Ach ja, die Studierende, die ein
Wochenende mit einem der Jungs von TAUT gewonnen hat, soll sich doch bitte
noch bei uns melden, wena ist noch frei!
Also alles in allem doch recht positiv verlaufen, das Jahr 2004, bin
gespannt, was 2005 so bringt... Wünsche auf jeden Fall uns ein kreatives,
bandharmonisches und vor allem bühnenpräsentes Jahr und allen, die
das
lesen, einfach ein cooles Jahr 2005 - Rock'n'Roll!
Tom
02.12.2004
Fußgängerzone Göttingen - downstairs: Nörgelbuff
Schön war`s! Um das wichtigste vorwegzunehmen.
Danke an Oceana für
die Einladung.
Wir haben uns auf der Bühne gut unterhalten.
Tim war albern. Tom zog zweimal sein Jackett aus.
Yvonne und Anette mußten früher los, andere auch.
Am Ende gab es zwei Zugaben.
Gerne wieder.
wena
24.11.2004
NeuPop, Hamburg und dies und das:
Letzten Freitag hatten wir die Freude, beim großartig organisierten
NeuPop-Festival zu spielen. Unser Dank und Glückwünsche gehen an
weld, die mit dem Festival
doch eine enorme Arbeit hatten. Unseren Auftritt fand ich dann leider doch
eher durchwachsen. Vielleicht lag es an der immensen Vorfreude oder einem
doch sehr zurückhaltenden Publikum. Kaum einer wagte sich vor die Bühne.
Dann das ganze Zeug wieder ins Auto laden, für ein paar Stündchen
im Proberaum lagern und am nächsten Mittag ab nach Hamburg. Drei volle
Tage warten auf uns.
Tag 1: Tom bespielt unser rotes Bandauto mit Hamburg-Songs („Unten am Fluß, unten am Hafen / Wo die großen Schiffe schlafen“ – Bernd Begemann) und die Laune steigt stetig, obwohl sie doch schon zu Anfang sehr gut war. Dicke Schneeflocken fallen und der Wagen rollt. In unserer familiären Unterkunft werden wir geburtstäglich empfangen, pusten Kerzen aus und essen Küchlein. „Aber wir müssen jetzt eigentlich los...“ Genau. Mit Axel ins Studio und Cocoon aufnehmen. Schnell, schnell, denn wir haben nur sechs Stunden Zeit. Interessante Arbeitsweise und ein unglaublich heißer Aufnahmeraum. Eingespielt und eingesungen wurde dann mit spärlicher Bekleidung. Demnächst Hörbares an altbekannter Stelle. Anschließend Wagen in die Garage fahren und mit der S-Bahn (das „S“ steht in Hamburg für Superbahn) auf den Kiez. Es wurde spät ...
Tag 2: Spaziergang an der Elbe. Dicke Wolken, dann ein wunderschönes Sonnenpanorama und erst mal durchregnen lassen. Egal. Essen, Zipp und Zapp und los geht’s in den Molotow Club. James Yorkston & The Athletes sind noch nicht da. Das heißt wir stellen unser Zeug hin und warten ab. Auch als James da ist, ändert sich nicht viel, denn er mag einem nicht wirklich gerne in die Augen schauen. Trotzdem vergraut das nicht die zart-fragilen Songs und die grundsympathischen Jungs, die den Meister begleiten. Aus Respekt gegenüber dem Hauptact haben wir uns wir diesen Abend ein ruhiges Set überlegt. Der Auftritt wird gut, aber leider sind wieder mal nur sehr wenige Besucher da. Schade, warum gehen nur noch so wenige Menschen auf Konzerte? Eine Frage für die Nacht.
Tag 3: Wir spielen von 15.45 bis 15.50 Uhr Cocoon auf der Großen Bühne der Neuen Flora beim Deutschen Rock – und Pop-Preis. Was für eine tolle Veranstaltung. Um 19 Uhr wissen wir es. Wir spielen nicht im Finale und können nach Hause fahren. Entscheidung im Auto: Wir spielen ab jetzt definitiv keine Wettbewerbe mehr (Optional gibt es da natürlich Ausnahmen. Man weiß ja nie.). Aus Respekt vor den Organisatoren und Sorge, die geschriebenen Sätze könnten als arrogant oder schlechte-Verlierer-heulen-sich-aus gelesen werden, schweige ich zum Verlauf der Veranstaltung. Nur so viel: Joachim Witt hat als einziger ein Bier mit auf die Bühne gebracht und Heinz Rudolf Kunze steckte bei der Vorstellungsrunde noch irgendwo im Foyer.
Nach
einigen Stunden im Auto sieht Tom die Andreaskirche und wir sind wieder zurück.
Tim
18.11.2004
Gestern waren wir im Radio drinne. Nämlich beim Radio Tonkuhle 105,3 Mhz.
Zusammen mit Jan und Ulf von weld.
Das war insgesamt recht unterhaltsam:
Wir haben Musik unseres aktuellen Albums gespielt,
Werbung für das NeuPop-Festival und unsere weiteren Konzerte gemacht,
von uns verehrte Musik gespielt und hier und da Dinge aus unserer Jugend erzählt.
Und morgen geht`s dann endlich looos....!
wena
16.11.2004
Vor uns liegt ein großes Wochenende:
Am Freitag werden wir beim Hildesheimer NeuPop-Festival im
Vier-Linden aufspielen.
Zusammen mit museum, minikamoo (auf die ich mich persönlich sehr freue) und
weld.
An den Reglern wird „good old“ Ralf Hammermeister sitzen. Das
wird eine wahre Freude werden.
Samstag geht es dann mit dem neuen, mozartroten Bandkombi nach Hamburg.
Dort werden wir in einem Studio unseres Vertrauens den Song Cocoon
aufnehmen.
Optional klingt der Abend dann in einer Art und Weise aus und begleitet uns
in den Sonntag.
Da heißt es raus an die Elbe und die Seelen baumeln lassen.
Gegen 20 Uhr erwartet uns alsdann der Molotow-Club. Wir werden vor James
Yorkston & the Athletes spielen. Jippieh!
Ja – und am Montag treten wir dann natürlich auch noch auf der großen
Bühne in der Neuen Flora auf.
Im Rahmen des Deutschen Rock-&Poppreises spielen wir volle 5 Minuten Cocoon
vor erlesener Jury.
Na wenn das mal nicht lässig wird…
24.10.2004
Autonom in Detmold mit der Alten
Pauline:
Scheint je geringer die finanziellen Mittel eines Veranstalters sind, desto
größer ist sein
menschliches Engagement. Lange nicht mehr mit so viel Freundlich- und Aufmerksamkeit
empfangen worden.
Das Essen war nicht nur reichlich und warm, es hat zudem noch sehr lecker
geschmeckt.
Danke und weiter so an das Team der Alten Pauline. Jedenfalls die nächsten
8 Jahre…
Ansonsten war auch alles im Besten. Große Bühne, schnuckeliger Raum, Licht
und Sound gut. Danke Martin.
Unser Auftritt war ok, hätte jedoch sicherlich an ausgesuchten Stellen präziser
sein können.
Gerockt hat es auf jeden Fall, wir haben zwei neue Stücke ausprobiert und
die Gäste waren zufrieden bis begeistert.
Was will Taut mehr?
17.10.2004
Nachdem die Entscheidung für ein Leben mit nur noch zwei Boxen gefallen war,
konnte der Abend nur noch gewinnen:
Braunschweig, Meier Music Hall, Finale im Feldschlösschen Rockwettbewerb.
Viele Organisatoren waren vor Ort, eine große Jury, manche Unverbindlichkeiten,
doch – die Bühne zählt.
Wir haben sehr gerockt, Herzen berührt und Emotionen geweckt. Alles hat sich
sehr gut und sehr richtig angefühlt.
In dem Moment von Licht und Schall.
Fünf Bands. Viel Druck. Harte Gesten.
Unser voller Dank geht an die Gewinnerband muff.
Sie überreichten Ihren Gewinn an uns Zweitplatzierte.
Nun steht im Hause TAUT eine neue CD-Produktion an. Vielen Dank.
Und Vielen Dank an alle dort vor Ort die uns zugehört haben und uns Wärme
schenkten.
Wir sehen uns. Bald.
25.09.2004
Gestern gegen Rechts gerockt. Ein tolles Konzert, auch wenn
wir uns auf der großen Bühne im Vier Linden etwas verloren
gefühlt haben.
denn wir hatten einen hervorragenden Sound (Danke, Axel) und
Platz und Lust uns zu bewegen.
Haben gestern auch zum ersten Mal „Into Her Arms“ gespielt.
Ein neuer Song, der sich intern gerade zu einem Hit mausert.
Vielleicht bald auch bei euch da draußen.
Tim
23.09.2004
Nun gibt es
endlich ein Tagebuch auf unserer Seite.
Wir werden hier nun regelmäßig den Stand der Dinge verkünden:
Konzerte, Proben, Veröffentlichungen, Erfolge, Misserfolge, dies und das...